Speedminton

Speedminton ist eine noch junge Sportart, eng verwandt mit Badminton und Federballspiel, aber auf faszinierende Weise schneller und rasanter. Möglich ist das schnelle, zielgenaue Spielen, weil der neuartige Federball, der "Speeder“ durch seine spezielle Konstruktion auch bei leichterem Wind seine Bahn einhält und überhaupt ein bisher unerreichtes Spieltempo ermöglicht. Bis zu 30 Meter Schlagweite erreicht der Speeder und kann dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 29 Kilometer pro Stunde entwickeln.

Speedminton-Geschichte

Im Jahr 2001 erwarb die Speedminton GmbH in Berlin die Rechte an der Produktion von Speedern und entsprechend angepassten Speedrackets. In Deutschland gründete sich wenig später der DSBV (Deutscher Speed Badminton Verband), dazu gibt die Offenen Speedminton-Landesmeisterschaften, eine Masterserie und andere Turniere, bei denen man die Wettkämpfe nach international gültigen Spielregeln durchgeführt. Auch in Schweden und in der Schweiz wurden Landesmeisterschaften eingeführt. Aufgrund des großen Spielspaßes und der unkomplizierten Spielvoraussetzungen wird Speedminton inzwischen überall auf der Welt gespielt.

Das Speedminton-Spielfeld

Speedminton kann mit wenig Aufwand überall dort gespielt werden, wo sich genügend Platz dafür findet: Auf dem Sportplatz und der grünen Wiese, am Strand und auf der Straße ebenso wie in Sport- und Tennishallen. Nichts weiter ist dafür nötig als die Kennzeichnung eines Speedcourts. Dieser besteht aus zwei gegenüberliegenden Quadraten, die für Wettkampfzwecke die Maße von 5,5 Metern im Quadrat haben müssen und in einen Abstand von 12,8 Metern abgesteckt werden. Ein Netz ist beim Speedminton nicht vorgesehen.

Speedminton-Ausrüstung

Zur Ausrüstung beim Speedminton gehören der windstabile High-Tech-Speeder in Ausführungen für Anfänger und Fortgeschrittene, und dazu 58 Zentimeter lange Rackets, die sich nicht nur durch ihre hervorragenden Möglichkeiten zur Ballkontrolle und Treffsicherheit auszeichnen, sondern ebenso durch ihr armschonendes Schwingverhalten. Auch wird allerlei Zubehör zur Feldabsteckung angeboten, ebenso wie Windringe, die man zur Stabilisierung auf den Speeder aufsetzen kann, und die fluoreszierenden „Night-Speeder“, die auf speziellen Veranstaltungen ein fröhliches „Blackminton“ im Dunkeln unter Schwarzlicht ermöglichen. Ein einfaches Speedset mit Sporttasche, zwei Speedrackets, einem Speedertube mit drei Speedern plus einem Windring und 2 Speedlights zum Nacht-Speeden kostet knapp 50 Euro und kann bei vielen Händlern bestellt werden.

Speedminton-Spielregeln

Ein Speedminton-Match geht über mindestens drei und höchstens fünf Sätze und wird im Einzel oder im Doppel gespielt. Sieger eines Satzes ist, wer zuerst 16 Gewinnpunkte machen konnte, wobei das Spiel bei einem Stand von 15:15 in die Verlängerung geht und dann die Partei gewinnt, die zuerst einen Vorsprung von zwei Punkten erringen konnte. Das Recht des ersten Aufschlags und auf die Wahl der Spielfeldseite wird durchs Los bestimmt. Jede Partei darf drei Aufschläge hintereinander ausführen, entweder von der hinteren Grundlinie oder auch von der Feldmitte aus. Dabei sind Überkopf-Aufschläge nur von der Grundlinie aus gestattet. Einen Punkt gibt es dann, wenn der Speeder ins Aus geht (die Grundlinien gehören mit zum Spielfeld), wenn er unretourniert auf dem Boden des Spielfeldes landet, wenn er den Körper des Gegners berührt oder wenn er zweimal hintereinander von Spielern derselben Partei geschlagen wird. Ein Speeder, den man außerhalb des Spielfeldes zurückschlägt, gilt als angenommen. Nach jedem Satz wird ein Seitenwechsel vorgenommen. Spielt man im Doppel, wird das Spielfeld in einem Vor- und einen Rückraum aufgeteilt, wobei es als Fehler gilt, wenn der Rückraumspieler während eines Ballwechsels mit seinem hinteren Fuß vor dem hinteren Fuß des Vorraumspielers steht. Mit jedem Aufschlagwechsel wechselt auch die Position von Vorraum- und Rückraumspieler.